avril 2026 / Pressemitteilungen
JazzAscona 2026 bringt Leben in den Sommer am Lago Maggiore
Ende Juni ist Ascona am Ufer des Lago Maggiore nicht mehr nur eines der reizvollsten Dörfer der Schweiz, sondern verwandelt sich für zehn Tage in ein kleines europäisches New Orleans. Die Strassen füllen sich mit Musik, Bläser führen Paraden an, Lokale verwandeln sich in Bühnen und Jazz wird zu einer gemeinsamen Sprache, die Musiker:innen und ein Publikum jeden Alters vereint.
Ein freies, dezentrales Festival: über 200 kostenlose Konzerte von morgens bis nachts
Das ist die unverwechselbare Atmosphäre von JazzAscona, das vom 25. Juni bis zum 4. Juli 2026 seine 42. Ausgabe mit zehn Tagen voller Festlichkeiten, Begegnungen und grenzenloser Live-Musik feiert und die Seepromenade sowie die Altstadt in eine grosse Open-Air-Bühne verwandelt.
Die Musik wird das Publikum täglich vom späten Vormittag bis 3 Uhr morgens begleiten, mit über 200 Konzerten, rund fünfzig Bands und mehr als 300 Musiker:innen aus aller Welt. Es gibt vier offizielle Bühnen mit Blick auf den See, doch das Festival spielt sich auch in den Bars, Restaurants und den stimmungsvollsten Ecken der Altstadt ab, in einem ständigen Dialog zwischen Musik, Landschaft und dolce far niente.
Wie in den vergangenen Jahren ist der Eintritt zu allen Konzerten frei – ein wichtiger Teil der Identität von JazzAscona. Die Musik wird für alle zugänglich gemacht und das Publikum dazu eingeladen, das Festival frei und neugierig zu erleben.
Die Wurzeln des Jazz und die Verbindung zu New Orleans – das Herz des Festivals
Unter der künstlerischen Leitung von Nolan Quinn kehrt die Ausgabe 2026 noch entschlossener zu den Wurzeln des Jazz zurück, eine Entscheidung, die dem Wunsch des Publikums entspricht und die historische Seele des Festivals bekräftigt. Neben dem traditionellen Jazz stehen Rhythm & Blues, Funk, Blues und verwandte Genres weiterhin im Mittelpunkt eines stimmigen, aber offenen Programms, das unterschiedliche Zielgruppen anspricht. New Orleans bleibt das pulsierende Herz von JazzAscona, nicht nur wegen der Musik, sondern auch wegen der Atmosphäre, die durch die Strassen weht: Eine Szenerie, die durch die ständige Präsenz zahlreicher Musiker:innen aus der Crescent City und durch eine kollektive Energie, die an die des French Quarter erinnert, einzigartig wird. Es ist kein Zufall, dass Ascona seit 2022 offiziell eine Partnerstadt von New Orleans ist (Sister Cities): Eine kulturelle und menschliche Verbindung, die JazzAscona Jahr für Jahr erneuert und so eine authentische musikalische Brücke über den Atlantik schlägt.
Das von Adonis Rose kuratierte Programm 2026, das New Orleans gewidmet ist, vereint junge Talente und grosse Stars der Szene. Zu den originellsten Stimmen der neuen Generation zählt Sabine McCalla, eine Singer-Songwriterin mit raffiniertem Songwriting, die haitianische Tradition, Folk und amerikanische Songtradition mit einem persönlichen, erzählerischen Stil zu verweben versteht. Auch Sean Ardoin, Zydeco-Star, mehrfacher Grammy-Nominierter und zentrale Figur der zeitgenössischen kreolischen Musik, kehrt nach Ascona zurück und bringt eine mitreissende Energie auf die Bühne, die tief in der Kultur Louisianas verwurzelt ist. Mit grosser Spannung erwartet werden zudem das Ensemble von Adonis Rose mit dem Crooner Phillip Manuel (2.-4.) und die Band NOJO 5 mit Glen David Andrews, dem unvergleichlichen Posaunisten, Showman und Botschafter des New-Orleans-Jazz. Eine neue Generation von Musiker:innen wird hingegen durch die Louisiana State University Brass Band und die New Orleans Jazz Institute Youth Band vertreten, die wie fast alle Musiker:innen aus New Orleans während der zehn Festivaltage vor Ort sein werden.
Von internationalen Stars bis zu jungen Talenten: die grossen Konzerte von JazzAscona 2026
JazzAscona 2026 bietet eine Reihe von Konzerten, die den Kalender Tag für Tag prägen und einige der charismatischsten Persönlichkeiten der internationalen Jazz-, Funk- und Soul-Szene an die Seepromenade bringen. Den Auftakt machen am Donnerstag, 26. und Freitag, 27. Juni Radius, Gewinner des Publikumspreises und Protagonisten eines energiegeladenen, zeitgenössischen Funk. Am ersten Wochenende treten Torsten Goods (27.–28. Juni) auf, ein Jazzgitarrist, Sänger und Komponist, der wegen seines eleganten Stils und Grooves oft als der „deutsche George Benson“ bezeichnet wird, sowie Mitch Woods & His Rocket 88’s (29.–30. Juni), die zu den mitreissendsten Shows des Festivals gehören. Ein weiterer Name, den man sich nicht entgehen lassen sollte: Am 1. Juli betritt eine absolute Funk-Legende die Bühne, Fred Wesley, der legendäre Posaunist und musikalische Leiter von James Brown, mit dem Projekt Generations. Den Abschluss des grossen Konzertkalenders bildet Vincen García (3.–4. Juli), einer der innovativsten Bassisten des europäischen Jazz-Funk, der bereits auf den wichtigsten internationalen Bühnen zu Hause ist. Wie es Tradition ist, widmet JazzAscona auch einer Auswahl besonders raffinierter und anspruchsvoller Jazzprojekte Raum, die für ein aufmerksames Publikum konzipiert sind und grosse Solisten der zeitgenössischen Szene in den Vordergrund stellen. Im Mittelpunkt stehen Bert Joris (28.–29. Juni), ein lyrischer und raffinierter belgischer Trompeter, Anthony Hervey (29. Juni – 2. Juli), ein amerikanisches Trompetentalent, in der Schule von Wynton Marsalis gross geworden, sowie Antonio Faraò, ein Pianist von internationaler Grösse, der am 28. Juni ein exklusives Konzert gibt.
Tradition, Swing und neue Generationen: eine lebendige Geschichte mit Blick in die Zukunft
Wie bereits erwähnt, kehrt der Jazz der Anfänge in diesem Jahr dank einiger der repräsentativsten Bands der internationalen traditionellen Szene mit Eleganz ins Zentrum von JazzAscona zurück. Protagonistinnen sind Ali Affleck and The Traveling Janes (27. Juni – 4. Juli), fünf Musikerinnen, die den Jazz und den Blues der ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts mit Energie, Ironie und grosser stilistischer Strenge wieder zum Leben erwecken. The Big Five mit der Sängerin Nicolle Rochelle (26.–27. Juni) bieten ein höchst willkommenes Comeback und eine explosive Show, die Swing, Tanz und Theatralik vereint, während Frog & Henry (25. Juni – 4. Juli), die Jahr für Jahr dazu beitragen, jene authentische und gesellige Atmosphäre zu schaffen, die das Festival seit jeher auszeichnet. Die Reise durch den klassischen Jazz setzt sich fort mit der Nanna Carling Swingband (2.–4. Juli), eine junge und brillante Interpretin des mitreissendsten Swings und des Vaudeville-Genres, zum ersten Mal bei JazzAscona. Ebenfalls dabei ist das Syncopation Society Orchestra (3.–4. Juli), eine Formation, die den Sound der grossen Big Bands der 1930er- und 1940er-Jahre wieder aufleben lässt.
Zu den mit Spannung erwarteten Höhepunkten zählt auch das Gospelkonzert am 29. Juni mit Emma Nissen, einer jungen Künstlerin, die das internationale Publikum mit ihrem originellen „Jesus and Jazz“ erobert hat, das Spiritualität, Soul und Improvisation vereint.
Erwähnenswert sind schliesslich neben den Jazz-Tanzkursen, die täglich am frühen Abend das Programm am Seeufer prägen werden, auch die Auftritte von Schweizer Bands. Neben einigen lokalen Formationen heben wir insbesondere die mit Spannung erwartete Rückkehr der Swiss Armed Forces Big Band (mit zwei Konzerten am letzten Wochenende, am 3. und 4. Juli) sowie der Pianistin und Komponistin Manon Mullener (vom 2. bis 4. Juli) hervor. Mulleners Album STORIES mit seiner mitreissenden Energie und der originellen Fusion von modernem Jazz und afro-kubanischen Rhythmen begeistert mittlerweile die internationale Musikszene. Ein künstlerischer Erfolg, der ihr die Türen zu grossen Festivals geöffnet hat und der in diesem Jahr mit dem Swiss Jazz Award 2026 gekrönt wird, einer prestigeträchtigen Auszeichnung, die ihr in Ascona verliehen wird.
JazzAscona 2026 ist somit weit mehr als nur ein Festival: Es ist ein eindrückliches Erlebnis, ein Eintauchen in die musikalische Welt von New Orleans und ein Ort der Begegnung zwischen Generationen, Kulturen und Musikstilen, bei denen Tradition niemals Nostalgie ist, sondern Lebendigkeit, die sich Abend für Abend am Ufer des Lago Maggiore neu erfindet.